KeniaBegleitet von den Worten: "Möge Gott Dir viele Kinder schenken", spuckt der Vater der Massai-Braut seinen Segen für das Paar mit Milch auf deren Kopf und Brust. dann macht sich das junge mädchen auf den Weg zu Ihrem Zukünftigen. Meist wurde dieser von den Eltern ausgewählt und ist wesentlich älter als die Braut.Umschauen darf sich die Braut auf ihrem Weg nicht, denn die Massai glauben, dann werde man zu Stein.
Kommt die Braut dann bei ihrem Bräutigam an, muss sie nocheiniges ertragen: Die Verwandten ihres bräutigams beschimpfen sie und schmieren ih sogar Kuhdung auf den Kopf.
Ganz anders wird das Heiratsritual für die Braut bei den Suaheli vollzogen. Vor der Zeremonie gibt's für die Braut ein Verwöhnprogramm pur. Sie wird mit Kokosnussöl massiert und mit Sandelholz parfümiert. Ihre Haut wird an Armen und Knöcheln mit Henna-Mustern bemalt. Danach weist sie eine somo, eine ältere Frau des Stammes, in die Gefälligkeiten einer guten Ehefrau gegenüber ihrem Mann ein - im Klartext: sie klärt sie auf.
Am Tag der Hochzeit lüftet der Mann in der Brautkammer im Rahmen der Eheschließung den Schleier seiner Braut - und sieht deren Gesicht vielleicht zum ersten Mal. Die besorgte somo versteckt sich übrigens manchmal unter dem Bett für den Fall, dass es beim Eheschluss Probleme geben sollte. Die eigentliche Hochzeit wird jedoch bei der Zeremonie in einer Moschee besiegelt, an der nur Männer teilnehmen dürfen.